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 Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross

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Amay

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BeitragThema: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross   Mi Jul 10, 2013 7:54 pm





Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist der erste Roman, den die US-Schriftstellerin Kathryn Smith unter dem Pseudonym Kady Cross veröffentlicht hat. Die mir vorliegende Bonus-Edition des Buches (exklusiv mit der Vorgeschichte von Finley Jayne) umfasst 464 Seiten und ist am 09.04.2013 im Heyne-Verlag erschienen.

Finley Jayne ist 16 Jahre alt und lebt im London des 19. Jahrhunderts. Um ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nicht auf der Tasche zu liegen, arbeitet sie seit geraumer Zeit als Dienstmädchen. Allerdings behält sie keine ihrer Stellen sonderlich lange. Denn Finley ist kein gewöhnliches Mädchen. Ihr Körper beherbergt zwei Persönlichkeiten: einmal die schwache, brave Finley und zum anderen ihr dunkles Ich, das übermenschliche Fähigkeiten besitzt und fast schon skrupellos ist. Es kommt immer dann zum Vorschein, wenn Finley negative Gefühlsschwankungen erlebt, wenn sie also große Angst oder Wut verspürt. Dann übernimmt ihre dunkle Seite vollends die Kontrolle. So auch, als sie eines Abends vom arroganten Sohn ihres Arbeitgebers bedrängt wird. Ohne dass Finley groß Einfluss darauf nehmen könnte, bricht ihre dunkle Seite durch und sie verprügelt den Widerling. Aus Angst vor Strafe – sei es durch das Familienoberhaupt oder gar die Polizei – flieht Finley überstürzt aus dem Haus in die dunkle Nacht und gerät dabei in einen Unfall mit Griffin King.
Wie sich herausstellt, ist Finley nicht die einzige mit besonderen Fähigkeiten. Auch Griffin und seine Freunde umgibt ein Geheimnis. Jeder aus der kleinen Gruppe hat ebenfalls ein dunkles Talent und sie haben es sich zur Aufgabe gemacht Londons Straßen vom Bösen zu befreien. Gegen den Willen seines Freundes Sam nimmt Griffin Finley in die Gruppe auf, verspricht ihr, ihr zu helfen, die dunkle Seite zu kontrollieren und gleichzeitig ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Was keiner der beiden ahnt: ihre Verbindung reicht wesentlich weiter, als bis zu dem Unfall. Und schon bald muss die Gruppe sich mit wesentlich mehr herumschlagen, als nur mit Finleys Problemen, und zwar mit einer Gefahr, die das ganze Empire bedroht.

Mein erster, richtiger Steampunk-Roman – und ich wurde nicht enttäuscht.
Es war für mich überhaupt kein Problem, mich in die Geschichte einzufinden. Kady Cross' Schreibstil ist jugendlich und einfach zu lesen. Sie beschreibt die Personen und Schauplätze sehr schön plastisch, man kann sich alles sehr gut vorstellen und hat schnell ein Gefühl für die Umgebung und die Kleidung ihres Steampunk-Londons.
Wie bereits erwähnt, habe ich die Bonus-Ausgabe des Buches vorliegen. In dieser ist die Vorgeschichte Finleys Jaynes als Prolog eingearbeitet. So beginnt alles relativ ruhig. Aber durch eben diesen ca. 100 Seiten langen Prolog lernt man sie schon sehr gut kennen und kann später noch besser in die Geschichte reinfinden, denn bereits kurz nach Beginn des ersten Kapitels geht es recht actionreich los. Das Ganze ist in der Betrachter-Perspektive geschrieben. Zwar begleiten wir meist Finley auf ihren Wegen, doch auch aus Griffins und Sams Sicht sind einige Passagen geschrieben. Man bekommt also einen umfassenden Überblick.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind alle wunderbar ausgearbeitet und facettenreich. Finley war mir von Anfang an sehr sympathisch. Man fühlt die ganze Zeit mit ihr, spürt ihre Angst, ihre Verwirrung, wenn ihre dunkle Seite mal wieder von ihr Besitz ergriffen hatte, bemerkt ihre Gefühlswirrungen bezüglich Griffin und dem Gentleman-Gangster Jack Dandy. Aber auch Griffin und den Rest der Gruppe habe ich schnell ins Herz geschlossen. Allerdings hätte ich liebend gerne auch noch ein wenig mehr über Emily und Sam erfahren. Deren Hintergrundgeschichten sind nämlich leider kaum erwähnt worden. Aber ich hoffe einfach, dass sich dies in den Folgebänden noch ändern wird.
Das ein oder andere Mal war ich dann doch schon ein wenig verwundert über die Techniken und die Möglichkeiten, die den Protagonisten dieses Romans bereits im 19. Jahrhundert zur Verfügung stehen. Aber das ist eben Steampunk.

Das Cover hat mir, im Gegensatz zum englischen, sehr gut gefallen. Es zeigt ein Bild von Finley vor einem dunklen Hintergrund. Auch Steampunk-Elemente wurden hier verarbeitet, und zwar in der Kleidung Finleys. Der Beginn eines jeden Kapitels ist mit dem Abbild des Hutes der Titelfigur geschmückt und vor dem Prolog ist noch eine Karte Londons abgedruckt.
Das englische Cover passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Für einen Jugendroman wirkt es zu erwachsen, die Titelfigur ähnelt Finley in keinster Weise, noch zeigt das Cover irgendwelche Steampunk-Elemente.
Der Titel des Buches ist vielleicht nicht hundertprozentig gut gewählt, gibt es doch nur eine einzige Szene, in der wirklich von eben diesem Stahlkorsett die Rede ist.

Alles in allem hat mir der erste Teil der „Steampunk-Chronicles“ sehr gut gefallen. Ein wunderbarer Jugendroman, in dem auch die obligatorische Dreiecksgeschichte nicht fehlt. Es hat mich wirklich neugierig auf mehr gemacht. Aus diesem Grunde mache ich mich auch direkt an den zweiten Teil „Das Mädchen mit dem Flammenherz“, der mir bereits vorliegt.
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Elyssa

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BeitragThema: Re: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross   Di Jul 16, 2013 8:41 am

Das klingt gar nicht mal übel, damit ist das Buch auf meiner Wunschliste ein paar Plätze nach oben geklettert. *Kicher* Irgendwie scheinen ja schon einige Steampunk-Klischees vertreten zu sein, zumindest wirkt es schon von deinen Beschreibungen her leicht abgedreht. Und dieser Gentleman-Gangster heist wirklich Jack Dandy? Netter Name... so dezent.

Hach, ich brauche mehr Zeit zum Lesen.
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Amay

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BeitragThema: Re: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross   Sa Aug 17, 2013 6:30 am

"Das Mädchen mit dem Flammenherz"

Direkt im Anschluss an den Auftakt der „Steampunk-Chronicles“ stelle ich euch heute den zweiten Band vor: „Das Mädchen mit dem Flammenherz“ ist am 13.05.2013 im Heyne-Verlag erschienen und umfasst 352 spannende Seiten. Ich danke dem Verlag herzlich, dass sie mir ein Rezensionsexemplar bereitgestellt haben.

Finley Jayne und ihre neuen Freunde verschlägt es nach New York. Allerdings ist dies kein vergnüglicher Ausflug, sondern eine Rettungsmission. Jasper, der junge Amerikaner, steht unter Mordverdacht und wird deshalb zurück in sein Heimatland gebracht. Die Gruppe kann das kaum glauben und folgt ihm, entschlossen herauszufinden, was hinter diesem Vorwurf steckt und ihrem Freund zu helfen. Schnell stellt sich heraus, dass es nicht die Polizei war, die Jasper in Gewahrsam genommen hat, sondern der berühmt berüchtigte Gangsterboss Reno Dalton. Eben diesen hat der Cowboy vor ein paar Jahren hintergangen. Nun sinnt Dalton auf Rache und hat Jaspers Freundin Mei Xing in seine Gewalt gebracht und erpresst Japser so, ihm die damals entwendeten Maschinenteile zurückzuholen.
Um ihn zu retten – und Griffins Aufmerksamkeit zu gewinnen, die sie sich mehr ersehnt, als sie sich eigentlich eingestehen will – entwickelt Finley einen waghalsigen Plan. Sie schleicht sich in die Bande des Gangsters ein und gewinnt dessen Vertrauen. So erfährt sie nicht nur, was es mit Jaspers Entführung auf sich hat, sondern auch, dass Dalton ein bisher weltweit einzigartiges Verbrechen plant. Finley und ihre Freunde müssen all ihre Fähigkeiten einsetzen, um ihn aufzuhalten. Doch wird ihnen dies auch gelingen, ohne dass jemand zu Schaden kommt?

Nachdem bereits der erste Teil dieser Reihe ("Das Mädchen mit dem Stahlkorsett") mein Interesse für das Genre entfacht hat, hat „Das Mädchen mit dem Flammenherz“ mich nun endgültig in den Bann des Steampunk gezogen und natürlich auch in den Bann von Filey und ihren Freunden. Ich hatte wieder unheimlich Spaß beim Lesen dieses Buches und bin immer mehr in die noch relativ unbekannte Welt eingetaucht. Im Gegensatz zum ersten Buch, hat man sich hier bereits schon ziemlich an die Besonderheiten dieser Welt und die Fähigkeiten der Protagonisten gewöhnt.
Kady Cross’ Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich konnte mir das viktorianische New York problemlos vorstellen, ebenso wie die verschiedenen Charaktere und interessanten maschinellen Erfindungen (z.B. Emilys wunderbares, neues „Haustier“).
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, dass die Hauptprotagonisten allesamt eine gewisse Wandlung durchmachen in diesem Buch. Man bekommt hautnah mit, wie sie sich entwickeln, erwachsener werden und allmählich zusammen wachsen. Immer noch ein kleines Manko ist, dass die Vergangenheit von Emily und Sam weiterhin keine Erwähnung findet. Zwar wurde Emilys dunkles Vorleben ein paar Mal ganz kurz angerissen, aber Erklärungen, was damals geschehen ist und wie es sich auf sie ausgewirkt hat, gab es leider noch keine. Hier hoffe ich weiterhin auf Aufklärung.

Das Cover ist wieder sehr gut gelungen. Erneut zeigt es Finley als Titelfigur in einem typischen Steampunk-Outfit, diesmal vor einem hellen Hintergrund. Auch die schwarzen Strähnen, die sich vor kurzem in ihren Haaren gebildet haben, sind zu erkennen. Wirklich äußerst passend gestaltet, wie ich finde.
Nicht so jedoch der Titel, meiner Meinung nach. Ich habe keine genaue Erklärung, wie der Bezug des Buches zu „Das Mädchen mit dem Flammenherz“ entstanden ist, oder ich habe diesen irgendwie übersehen. Das gefällt mir der englische Titel „The Girl in the Clockwork Collar“ wesentlich besser, denn der Bezug zum Buch ist deutlich erkennbar.

„Das Mädchen mit dem Flammenherz“ hat mich wieder vollkommen überzeugt. Klar, es gab diese ein-zwei kleinen Negativ-Punkte, die jedoch den Lesespaß in keinster Weise schmälern. Ich kann es kaum erwarten, dass es mit Finley, Griffin und den anderen weiter geht.
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Elyssa

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BeitragThema: Re: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross   Mi Aug 28, 2013 9:04 am

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
 
Den ersten Teil habe ich jetzt auch gelesen, aber über ein “ganz nett” komme ich leider nicht hinaus.
 
Die Vorgeschichte fand ich leider ziemlich lahm, sowohl inhaltlich als auch schreibtechnisch. Die Story vom verrückten, skrupellosen Wissenschaftler ist an sich schon nicht besonders innovativ, aber wenn schon Klischees verwendet werden, dann bitte auf amüsantere Art und Weise. Ein klein wenig Selbstironie hätte der Geschichte gut getan. Und die Figuren neben Finley wirkten auf mich viel zu blass und flach.
 
Die Welt an sich hat mir da schon besser gefallen, ziemlich überdreht - fast bis an die Schmerzgrenze -, aber in sich stimmig und mit vielen interessanten Einfällen.
 
Die Hauptstory war dann schon interessanter. Allein schon die Figuren fand ich besser ausgearbeitet und auch die Perspektivwechsel haben dem Buch gut getan. Aus Finley selbst hätte man aber noch mehr herausholen können. Die Idee, die Hauptfigur mit einer gespaltenen  Persönlichkeit auszustatten fand ich großartig, aber dieses “Problem” wird dann ja relativ unspektakulär beseitigt (oder besser gezähmt?). Und irgendwie fand ich es auch etwas simpel Griffins Geschichte direkt mal auf zwei Seiten auszubreiten, damit auch jeder sofort weiß, dass er einer von den Guten ist und warum er zu den Guten gehört und immer das Richtige tun wird... ähm, das hätte eleganter ablaufen können. Gerade als Finley nicht weiß, wem sie vertrauen kann wäre es viel spannender gewesen, wenn nicht klar gewesen wäre, wer dieser reiche Kerl überhaupt ist.
 
Das Zusammenspiel der Figuren im Hause Greythorn hat mir dann schon wieder recht gut gefallen.  Emily ist einfach hinreißend niedlich. Die muss man einfach gern haben. Über sie und Sam hätte ich auch gerne mehr erfahren. Aber auch Cordelias Vergangenheit  könnte interessant sein.
 
Was mich allerdings so richtig gestört hat waren die Widersprüche zwischen Hauptstory und Vorgeschichte. Die Autorin schon mehrfach vergessen zu haben, was ihre Heldin denn nun schon erlebt hat und was nicht. So geht sie mit Phoebe auf einen Ball, kann sich aber in der Hauptstory nicht erinnern, jemals auf einem solchen gewesen zu sein. Und dieser Gedächtnisverlust scheint sich auch auf die früheren zwei Anstellungen zu erstrecken, denn plötzlich hat sie diese verloren, weil die Kinder auf die sie aufpassen musste Angst vor ihrer dunklen Seite hatten. Ähm, wie war das noch mit der verprügelten Gouvernante und die zweite Anstellung hat sie von sich aus verlassen. Da gab es nicht mal Kinder. Und während der Konfrontation mit Lord Felix denkt sie daran, dass sie noch nie zuvor das Gefühl gehabt hätte, jemand wolle sie töten - tja, der Kerl mit der Pistole in der Vorgeschichte wollte wohl nur spielen? Natürlich sind das alles nur Kleinigkeiten, aber eben so viele und da nerven sie mich schon ziemlich.
 
Daher gibt es von mir insgesamt drei von fünf Punkten.
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Amay

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BeitragThema: Re: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross   Mi Aug 28, 2013 6:22 pm

Wow, diese Widersprüche waren mir beim Lesen gar nicht aufgefallen... Du bist anscheinend ein sehr viel aufmerksamerer Leser als ich =)
Aber wenn ich das so lese jetzt hier von dir, das ist schon recht gravierend. Das hätte eigentlich auffallen müssen o.O

Na ja, mir hat es trotzdem sehr gefallen xD
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