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 Soul Beach - Frostiges Paradies von Kate Harrison

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Amay

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BeitragThema: Soul Beach - Frostiges Paradies von Kate Harrison   Sa Jan 04, 2014 10:19 pm

"Soul Beach - Frostiges Paradies"



Vor kurzem ermöglichte mir der Loewe Verlag, eine ihrer Neuerscheinungen zu lesen. „Soul Beach – Frostiges Paradies“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie von Kate Harrison. Der Roman umfasst 352 Seiten und ist am 17. Juni. 2013 erschienen. Ich danke dem Verlag vielmals für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Alice ist am Boden zerstört seit ihre Schwester vor einiger Zeit ermordet aufgefunden wurde. Jemand hat sie erstickt und dann kunstvoll auf ihrem Bett in ihrem Zimmer im College drapiert. Seit dem ist ihre Welt vollkommen aus den Fugen geraten. Ihre Eltern geraten über ihre verschiedenen Wege mit dem Tod ihrer Tochter klar zu kommen immer und immer wieder in Streit und Alice selbst findet alleine keinen Weg zurück ins Leben. Der Mord bleibt bis heute ungeklärt.
Am Tag von Meggies Beerdigung bekommt Alice jedoch eine äußerst verwirrende Email – der Absender ist nämlich Meggie! Sie enthält eine Einladung an einen virtuellen Strand. Empört betrachtet sie diese Email als geschmacklosen Scherz, den irgendein irrer Fan sich ausgedacht und sich dann in den Account ihrer Schwester gehackt hat. Doch so ganz ignorieren kann sie das Ganze dann doch nicht. Und so loggt sie sich schließlich nach einigem Überlegen doch unter www.soulbeach.org ein und findet sich kurz darauf an einem wirklich paradiesischen Strand wieder, wo sie tatsächlich auf ihre Schwester trifft. Es dauert nicht lange und diese Website zieht Alice beinahe vollkommen in ihren Bann. Doch was hat es mit dieser Seite auf sich? Warum scheint nur ein ganz bestimmter Typ Mensch nach dem Tod am „Soul Beach“ zu landen? Und wer hat Meggie geötet? Jede Menge Fragen, auf die Alice dringend Antworten finden muss…

In „Soul Beach“ hat Kate Harrison sich nicht unbedingt eines komplett neuen Themas angenommen, doch die Umsetzung habe ich so noch nirgendwo gesehen. In dieser Roman-Reihe kreiert sie so etwas wie ein soziales Netzwerk, in dem die Hinterbliebenen auf Einladung weiter mit den Verstorbenen in Kontakt bleiben können.
Die Geschichte ist größtenteils in der Ich-Perspektive geschrieben, bis auf ein paar kurze Stellen, in denen sich Megans Mörder zu Wort meldet. Man erfährt ein wenig über den psychischen Zustand des Täters, bekommt aber keinerlei Einblicke, wer er denn nun ist. Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es, die Umgebung und die verschiedenen Charaktere zu beschreiben, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Besonders Alices Gefühlsleben beschreibt sie zu Beginn des Buches sehr gut, so dass man sich prima in die Protagonistin hineinfühlen kann. In gedanklichen Rückblenden lernt man so einiges über die Vergangenheit von ihrer Familie. Allerdings gelangen ihre Gedanken dabei des Öfteren auf solche Abwege, dass es einem mit der Zeit manchmal schon etwas auf die Nerven geht und man sich fragt: hätte ich das jetzt wirklich wissen müssen?
Zach ist eine Figur, die mir auch gut gefallen hat. Seine Wandlung, die einem erst durch kurze Rückblicke in seine Vergangenheit bewusst gemacht wird, finde ich sehr gelungen.
Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet, auch wenn mir persönlich dabei nicht alle wirklich sympathisch waren und einige äußerst undurchsichtig sind. Aber genau das macht ja auch einen Teil der Spannung aus.
Wie in jedem anständigen Jugendbuch darf auch in „Soul Beach“ natürlich die Liebesgeschichte nicht fehlen. Zwar dauert es eine ganze Weile bis überhaupt die ersten Anzeichen dazu wahrzunehmen sind, dann jedoch geht es mir beinahe fast schon zu schnell und ist ziemlich weit hergeholt. Ich bin gespannt wie es dort in den nächsten Bänden weiter geht.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, hier hat der Loewe-Verlag wieder ein gutes Händchen bewiesen. Pink und Schwarz, echte Signalfarben, die den Blick nahezu magisch anziehen, dazu ein paar in schwarz gehaltene Palmen. Und auch der Titel „Soul Beach – Frostiges Paradies“ ist passend gewählt. Die Seelen der verstorbenen landen an diesem Strand, der sich im Laufe der Geschichte als doch nicht so paradiesisch herausstellt wie einem glauben gemacht wird. Ständig sich wiederholende Abläufe, das immer gleiche Wetter und immer die selben Menschen um einen herum setzen einem doch mehr zu, als man erwarten würde und treiben einen vielleicht sogar in den Wahnsinn.

Ein gut gelungener Auftakt zu einer neuen Trilogie mit einer neuartigen Idee. Kate Harrison versteht es, Spannung aufzubauen und diese zu halten, auch noch über das Ende des ersten Teils hinaus, denn der Mörder ist schließlich noch nicht entlarvt. Die Folgeteile werden Pflichtlektüre, denn ich bin gespannt, wer Meggie getötet hat und wie die Autorin die Liebesgeschichte weiter spinnt und ob sie mir später mehr zusagt.
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Amay

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BeitragThema: Re: Soul Beach - Frostiges Paradies von Kate Harrison   Mo März 31, 2014 7:14 pm

Soul Beach - Schwarzer Sand" von Kate Harrison

Vor einiger Zeit habe ich euch mit „Soul Beach – Frostiges Paradies“ den Auftakt zu Kate Harrisons aktueller Trilogie vorgestellt. Am 10.03.2014 ist nun der Folgeband beim Loewe-Verlag erschienen. „Soul Beach – Schwarzer Sand“ umfasst 376 Seiten und ich habe mich riesig gefreut, als ich diesen endlich in den Händen halten durfte. Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.


Meine Schwester ist tot. Doch sie lebt weiter am Soul Beach. Um sie von dort zu befreien, muss ich ihren Mörder finden. Aber je näher ich ihm komme, desto näher kommt er mir.

Ein Jahr ist es nun her, dass Alices Schwester Megan einem brutalen Mord zum Opfer fiel. Doch Alice sieht sie weiterhin jeden Tag am Soul Beach. Nahezu rund um die Uhr loggt sie sich ein, um Zeit mit ihrer Schwester und Danny, ihrer großen Liebe zu verbringen. So ist sie auch dort, als eines Tages ein neuer Gast eintrifft. Das erste Mal kann Alice miterleben, wie ein Neuankömmling seine ersten Stunden am Strand erlebt – und das ausgerechnet bei Tim, Megans Exfreund und gleichzeitig Hauptverdächtiger in dem Mordfall. Die Polizei tut seinen Tod als Selbstmord aus Schuldgefühlen ab. Doch Alice war noch nie überzeugt von Tims Schuld und als sie ihre Schwester nun erneut mit ihm zusammen erlebt, ist sie sich sicher, Tim kann Megan das einfach nicht angetan haben! Was wiederum bedeutet, dass Megans Mörder noch immer auf freiem Fuß ist – und sicher auch Tim auf dem Gewissen hat!
Alice findet heraus, dass sie nicht die Einzige ist, die an Tims Unschuld glaubt, denn auf „Flammen der Wahrheit“, einer Website, schreibt jemand nur allzu deutlich seine Meinung über die Verdächtigungen gegenüber Tim. Aber wer genau steckt dahinter? Ein weiteres Rätsel, das es zu lösen gilt. Dies gestaltet sich für Alice jedoch als schwierig, besonders als ihre Eltern ihr auch noch den Laptop wegnehmen, um sie wieder mehr ins reale Leben zu bringen. Nun bleibt ihr nur noch Lewis, das Computer-Genie, um ihr bei ihrer Recherche zu helfen, was dieser auch bereitwillig tut.
Als ein paar Freunde Alice auf einen Trip nach Barcelona einladen, nimmt Alice die Einladung an. Immerhin bietet sich dort die Möglichkeit, einem weiteren Strandgast zu helfen. Doch der Mörder ist ihr immer dicht auf den Fersen…

Seit ich im letzten Jahr den ersten Band gelesen hatte, wartete ich ungeduldig auf eine Rückkehr an den Soul Beach. Nun war es endlich soweit. Direkt ab der ersten Seite taucht man wieder ins Geschehen ein, indem man (wie auch immer wieder Zwischendurch) einen kurzen Einblick in die Gedanken des Mörders bekommt. Danach geht es aus Alices Sicht weiter. Das Buch liest sich wieder herrlich flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Kate Harrison schafft es, kontinuierlich Spannung aufzubauen und die Leser zu verwirren. Man hat des Öfteren eine Ahnung wer der Mörder sein könnte, dann aber folgen direkt darauf wieder Zweifel, ob die Autorin einen nicht doch auf eine falsche Fährte führen will und man steht wieder am Anfang.
Alice gefällt mir in diesem Buch wieder sehr gut. Auch wenn ich anfangs wenig angetan davon war, dass sie sich beinahe komplett aus dem realen Leben zurückgezogen und ihre Zeit fast nur noch am Soul Beach verbracht hat. Dennoch konnte ich ihr Entsetzen und ihre Empörung gut verstehen, als ihre Eltern ihr den Laptop und somit die Verbindung zu ihrer Schwester genommen haben. Ihre Beziehung zu Danny ist in diesem Teil ein wenig in den Hintergrund gerückt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ihre Gefühle für den Soul-Beach-Gast weniger zu werden scheinen, es macht nur einfach der vermehrten Handlung im richtigen Leben Platz. Mir hat das sehr gut gefallen, auch dass Alice sich langsam wieder mehr in ihren Freundeskreis eingliedert und ihr Leben wieder mehr lebt.
Lewis ist ein Charakter, der mir sehr gut gefällt. Der typische Computer-Nerd, eher selten unter Menschen, aber dennoch immer nett und sympathisch, tut er alles in seiner Macht stehende, um Alice zu helfen, obwohl er nicht mal ansatzweise ahnt, was genau sich hinter all dem verbirgt.
Auch die anderen Nebencharaktere entwickeln sich langsam weiter. Man erfährt mehr über Danny und Javier. Und auch Sahara und Adrian rücken in diesem Band weiter in den Fokus.
Am Ende bekommt man einen gewissen Eindruck wer der Mörder sein könnte. Dies nimmt einem jedoch keinesfalls die Spannung für den dritten Teil, im Gegenteil: Man fiebert dem Abschlussband eher entgegen, weil man sicher wissen möchte, ob man richtig liegt und wie es nun genau endet.

Das Cover ist wieder wunderhübsch und passend zum ersten Band gestaltet. Der schwarze Schriftzug und die gleichfarbigen Silhouetten von Palmen vor grünem Hintergrund sind einfach ein toller Blickfang und zusammen sehen die Bücher echt super aus im Regal.
Auch ist der Buchschnitt wieder schwarz, was einfach ein tolles Gesamtbild erschafft.

Auch der zweite Ausflug an den Soul Beach hat sich eindeutig gelohnt. Ein wenig spannender noch als der erste Teil, kann man nun den abschließenden Band gar nicht mehr erwarten. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne Kriminalfälle gepaart mit fantastischen Einflüssen mögen!
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