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 Luna-Chroniken von Marissa Meyer

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Amay

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BeitragThema: Luna-Chroniken von Marissa Meyer    Mo Aug 04, 2014 10:33 pm

Band 1:

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer


Schon eine ganze Weile bin ich um „Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer herumgeschlichen. Vor kurzem habe ich mich dann entschieden, es mir endlich zu holen. Der erste Band der „Luna Chroniken“ ist am 20.12.13 beim Carlsen-Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten.

Cinder ist ein Cyborg und arbeitet als Mechanikerin um den Unterhalt für ihre Stiefmutter und deren zwei Töchter zu verdienen. Eines Tages steht plötzlich Prinz Kai vor ihr – getarnt mit unauffälliger Kleidung – und bittet um die Reparatur eines uralten Lehr-Droiden, der ihm sehr am Herzen liegt. Sie nimmt den Auftrag an. Kurz darauf wird ihre Welt vollkommen aus den Fugen gerissen, denn die blaue Pest taucht in der Stadt auf und auch eine von Cinders Stiefschwestern wird befallen. Gleichzeitig bereitet sich die ganze Stadt auf den bevorstehenden Ball vor. Es war auch Cinders Traum, diesen zumindest einmal zu besuchen, doch ihre Stiefmutter versucht alles, um sie daran zu hindern. Da Cyborgs als Testpersonen benutzt werden um ein Gegenmittel zu finden, meldet Adri, Cinders Stiefmutter, sie dort an und lässt sie abholen. Wird Cinder es schaffen zu entkommen? Sieht sie den Prinzen je wieder? Und was bedeutet es, dass Königin Levana, die Herrscherin des Mondes, plötzlich ihren Besuch ankündigt, obwohl sich seit Jahrhunderten kein Lunarier auf die Erde gewagt hat?

Ich war anfangs äußerst skeptisch. Eine Märchen-Adaption mit großen Science-Fiction-Einflüssen und einer nicht ganz menschlichen Protagonistin, angesiedelt im asiatischen Raum – kann das wirklich überzeugen? Nun, es kann! Zu Beginn hatte ich ein paar kleinere Schwierigkeiten mich in die Geschichte reinzulesen, doch diese behoben sich sehr schnell. Marissa Meyers Schreibstil ist leicht und flüssig und lässt sich toll lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Cinder und Prinz Kai erzählt. So bekommt man alles hautnah mit. Genauso konnte ich mir die Protagonisten und die Umgebung wunderbar vorstellen.
Cinder habe ich, obwohl sie ein Cyborg ist und ich meist mit solchen Figuren eher meine Probleme habe, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eigentlich ein toughes, kluges Mädchen, einzig die Sticheleien ihrer Stiefmutter und ihr „Handicap“ kratzen des Öfteren an ihrem Selbstbewusstsein.
Auch Prinz Kai war mir von Beginn an total sympathisch. Er ist nicht dieser typische harte, dominante männliche Protagonist, sondern ein charmanter, manchmal auch unsicherer, junger Mann, der sich nur früh mit sehr großer Verantwortung auseinander setzen muss. Man merkt wie er im Laufe des Buches immer erwachsener wird und für seine Meinung auch einsteht, selbst wenn er Entscheidungen treffen muss, die ihm persönlich nicht so gefallen, aber für sein Volk das Beste zu sein scheinen. Ich habe es sehr genossen, über die Zusammentreffen der beiden zu lesen. Sie harmonieren einfach toll miteinander und es amüsiert einen köstlich wie sie sich gegenseitig auch mal sarkastische Bemerkungen an den Kopf werfen.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls prima dargestellt. Adri ist ganz die böse Stiefmutter – ich habe sie aus tiefstem Herzen gehasst. Besonders an Herz gewachsen sind mir noch Cinders Stiefschwester Peony und die Androidin Iko, die sich manchmal mehr für einen Menschen als eine Maschine hält.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es ist komplett in schwarz gehalten und vollkommen mit kleinen, silbernen Schuhen überzogen – sehr passend zur Cinderella-Adaption, wie ich finde. Auch die Schrift ist silber.
Der Roman ist in vier große Teile gesplittet (Buch 1, Buch 2... etc.) und jeder Teil wird durch ein Zitat aus dem Original-Märchen "Aschenputtel" eingeleitet. Das finde ich eine sehr tolle Idee!

„Wie Monde so silbern“ ist eine Neuerzählung des Cinderella-Märchens wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Mit den vielen Science-Fiction-Einflüssen ist es vielleicht nicht für Jedermann geeignet. Wen das jedoch nicht stört, der wird mit diesem Buch sicher bestens unterhalten. Ich für meinen Teil hole mir schnellstens Teil 2!
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Amay

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BeitragThema: Re: Luna-Chroniken von Marissa Meyer    Mo Okt 13, 2014 7:33 pm

Wie Blut so rot" von Marissa Meyer


Vor kurzem habe ich euch bereits den ersten Teil der „Luna-Chroniken“ von Marissa Meyer vorgestellt. Da mich „Wie Monde so silbern“ total in seinen Bann gezogen hatte, war es für mich selbstverständlich auch den zweiten Teil zu lesen. „Wie Blut so rot“ ist am 24. Januar im Carlsen Verlag erschienen und umfasst 512 Seiten.

Schon seit zwei Wochen ist ihre Großmutter verschwunden und Scarlet hat große Angst. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Die Leute im Dorf hielten sie für verrückt und behaupten sie wäre einfach abgehauen. Doch das kann Scarlet einfach nicht glauben. Grandmère ist doch alles was sie noch hat! Und sie würde ihre Enkelin doch nicht einfach so alleine lassen. Also tut Scarlet alles, um Grandmère zu finden und läuft dabei dem Straßenkämpfer Wolf über den Weg. Er fasziniert und ängstig sie zugleich. Trotz leichter Zweifel nimmt sie sein Angebot an, ihr bei der Suche nach ihrer Großmutter zu helfen. Doch kann sie ihm trauen? Denn Wolf scheint ein großes Geheimnis zu hüten.
Zeitgleich gelingt Cinder mit Hilfe eines weiteren Gefangenen, Kapitän Thorne, die Flucht aus dem Gefängnis. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Europa, denn eine heiße Spur führt sie dorthin. Hier könnte Cinder endlich Antworten zu ihrer Vergangenheit bekommen. Dies hat jedoch fatale Folgen für Prinz Kai. Denn dieser muss nun alles daran setzen, Cinder wieder zu finden, um so sein Abkommen mit Königin Levana einzuhalten. Sollte ihm dies nicht gelingen, droht Luna der Erde mit Krieg und die Wahrscheinlichkeit diesen zu gewinnen, ist für die Erde eher unwahrscheinlich…

Auch „Wie Blut so rot“ konnte mich wieder vollauf überzeugen. Marissa Meyers Schreibstil ist gleichbleibend toll zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Im zweiten Band liegt nun das Hauptaugenmerk auf den beiden neuen Protagonisten Scarlet und Wolf. Dennoch kommen Cinder und Kai auch nicht zu kurz. Das war ein Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat. Es ist nicht, wie bei einigen Buchreihen, dass die Haupt-Charaktere aus dem ersten Band in den Folgenden nur noch eine kleine Nebenrolle spielen, sondern hier wird die Geschichte von Scarlet und Wolf sehr wirkungsvoll und nachvollziehbar mit der von Cinder und Kai verwoben.
Mit Scarlet hat Marissa Meyer einen vollkommen gegensätzlichen Hauptcharakter zu Cinder kreiert. Sie ist äußerst temperamentvoll und sagt ihre Meinung gerne rundheraus. Auch an Mut fehlt es der jungen Frau nicht, sie geht die Dinge gerne direkt und zielstrebig an. Dass das Ganze sie ab und an auch in Schwierigkeiten bringt, wundert einen kaum. Dennoch war sie mir von der ersten Seite an gleich sympathisch.
Auch Wolf konnte mich sofort überzeugen. Während er anfangs noch fast ein wenig schüchtern rüber kommt, revidiert man seine Meinung recht schnell, denn sobald er in einen Kampf verwickelt wird, mutiert er beinahe zum skrupellosen Killer. Man hat schon eine gewisse Ahnung, was ihm widerfahren ist, dennoch überrascht einen die Tragweite dessen im Laufe des Buches doch noch.
Und auch hier hat die Autorin wieder viel Herzblut in ihre Nebencharaktere gesteckt. Sie sind sehr facettenreich und authentisch gestaltet. Mich hat sehr gefreut, dass wir auch im zweiten Band nicht auf Cinders Adroidin Iko verzichten mussten, die ich ja sehr ins Herz geschlossen habe.
In diesem Band dehnt sich die Geschichte auch über den asiatischen Staatenbund hinaus aus. Durch Scarlets Geschichte und Cinders Hinweissuche kommen wir ins zukünftige Frankreich. Man bekommt die Konflikte zwischen den einzelnen Erdstaaten deutlicher mit, aber auch die Bereitschaft zusammenzuarbeiten um sich gegen die äußerst machtgierige und gefährliche Levana behaupten zu können.

Das Cover ist wieder ausgesprochen hübsch und passend zum ersten Band gestaltet. Diesmal zieren lauter rote Wolfssilhouetten den schwarzen Hintergrund, die Schrift ist ebenfalls rot glänzend. Und ebenso ist der Roman wieder in vier große Teile unterteilt (Buch 1, Buch 2 etc…), wobei auch hier jedem Teil ein Zitat aus dem Original-Märchen voraus geht.

Mit „Wie Blut so rot“ hat Marissa Meyer eine fantastische Fortsetzung der „Luna-Chroniken“ geschaffen, die mich wieder vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Sehr gefallen hat mir auch, dass am Ende des Bandes eine Leseprobe des Nächsten zu finden ist, die einen direkt neugierig auf den dritten Teil macht. Hoffentlich können wir „Wie Sterne so golden“ möglichst rasch in unseren Händen halten! Ich kann es jedenfalls kaum erwarten.
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