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 3096 Tage von Natascha Kampusch

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BeitragThema: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Do Sep 09, 2010 10:19 pm




"3096 Tage" von Natascha Kampusch ist seit dem 8.September im Handel und schon jetzt gibt es viele Kritiken. Ich weiß nicht ob man dieses Buch überhaupt Rezensieren kann, denn ich kann nicht sagen dieser und jener Teil gefällt mir nicht, denn es ist eine reale Geschichte, die ein sehr junger Mensch durchleben musste.
In mehreren Rezensions Portalen konnte man lesen. "Das ist nichts neues, alles bekannt" oder " Totlangweilg, miserabel...". Liebe Kollegen wir dürfen nicht vergesen das dieses Buch nicht zur Unterhaltung des Lesers dient, sondern eine junge Frau teilt mit uns persönliche und sehr schreckliche Erlebnisse. Natürlich haben viele auf dunkle Enthüllungen der 8 jährigen Gefangenschafft gewartet, auf brutale Vergewaltigung oder schlimmer, aber genau über diesen Teil ihrer Gefangenschaft möchte Natascha Kampusch nicht sprechen. Zurecht wie ich finde, denn es ist der letzte Rest an Privatsphäre, den sie sich bewahren möchte. Trotzdem können wir uns anhand dieses Satzes eine Menge denken...

Ich gehe sehr stark davon aus, das sie dieses Buch nicht selbst geschrieben hat, aber ich denke sie hat ihre Geschichte selbst erzählt, die dann zu Papier gebracht wurde. Da die Autoren nicht bekannt sind spreche ich von Natascha, wenn ich über die Geschichte berichte.

Sie beschreibt ihr Martyrium sehr lebendig und anschaulich. Und auch ich, die das ganze im TV verfolgte und viel darüber gelesen hat, wurde mit neuen Informationen überschüttet. Wer sagt, dieses Buch enthalte nichts neues, spricht nicht die Wahrheit. Das Buch enthält sehr wohl viele neue Fakten und dieses mal wurde es von Natascha Kampusch selbst erzählt.

Mehr möchte ich hier eigentlich nicht sagen, weil das Buch nicht zu Bewerten ist. Für jeden der wissen will wie es wirklich war, ist das Buch äußerst lesenswert. Mit 288 Seiten und dem packendem Inhalt, ist das Buch schnell an einem Tag durchgelesen

Auch die Mutter Brigitta Sirny-Kampusch hatte ein Buch veröffentlicht "Verzweifelte Jahre: Mein Leben ohne Natascha".






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franzi

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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Sa Sep 11, 2010 8:34 am

ich fande es zwar schlimm was ihr passiert ist aber ich würde das buch jetzt nicht kaufen. ich glaube auch sie will nur ihre ruhe.^^
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 5:32 am

Hab eine Lesung die im Fernsehen am 10.09. übertragen wurde gesehn und fand das alles ging ihr sehr nahe.
Es durften auch keine persönlichen Fragen mehr gestellt werden, da wie sie es sagte das Buch genug Aussagen trifft.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 9:28 am

Oh schade die Lesung hätte ich auch sehr gerne gesehen
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 7:12 pm

Die kam kurz vorm Mittag, bei mdr, aber nicht alles ausgestrahlt.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 9:58 pm


Hat sie selber vorgelsen?
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:20 pm

Jup, sehr stotternd und sie war sehr schüchtern und ich fand sie fühlte sich absolut nicht wohl in ihrer Haut Sad
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:38 pm



Ihr Privatleben wird in die öffentlichkeit gezehrt, das versteh ich.
Armes ding, ich glaub einnormales leben wird für sie nie möglich sein.

Auch wenn sie später niemand mehr kennt, wenn sie älter ist wird es sie immer beschäftigen.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:41 pm

Ich finde es auch richtig das sie es niedergeschrieben hat und nicht in die teife gegangen ist, aber alles wird jetzt wieder an die Öffendlichkeit gezehrt, das ist menschlich echt unwürdig
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:44 pm


Ja sie will das ja so mit dem, sie sollen es lesen und sie verstehen. Ich finde diesen absatz sehr treffend . warte ich guck mal wo der ist.

Zitat :
Auch ich war ein Kind, als meine Gefangenschaft begann. Der Täter hatte mich aus meiner Welt gerissen und in seine eigene gesteckt. Der Mensch, der mich geraubt hatte, der mir meine Familie und meine Identität genommen hatte, wurde zu meiner Familie. Ich hatte keine andere Chance, als ihn als solche zu akzeptieren, und lernte, mich an den Zuwendungen zu freuen und alles Negative zu verdrängen. Wie jedes Kind, das in gestörten Familienverhältnissen aufwächst.
Ich war anfangs erstaunt, dass ich als Opfer zu dieser Differenzierung fähig bin, aber die Gesellschaft, in der ich nach meiner Gefangenschaft gelandet bin, nicht die kleinste Nuancierung zulassen kann. Sie gesteht mir nicht zu, über einen Menschen, der achteinhalb Jahre der einzige in meinem Leben war, auch nur nachzudenken. Ich könnte nicht einmal leise andeuten, dass ich die Gelegenheit der Aufarbeitung vermisse, ohne Unverständnis zu wecken.
Inzwischen habe ich gelernt, dass ich diese Gesellschaft ein Stück weit idealisiert habe. Wir leben in einer Welt, in der Frauen geschlagen werden und nicht vor den prügelnden Männern fliehen können, obwohl ihnen die Tür theoretisch weit offensteht. Jede vierte Frau wird Opfer von schwerer Gewalt. Jede zweite macht im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Diese Verbrechen sind überall, sie können hinter jeder Wohnungstür dieses Landes stattfinden, jeden Tag, und kaum jemanden ringen sie mehr ab als schulterzuckendes, oberflächliches Bedauern.
Diese Gesellschaft braucht Täter wie Wolfgang Priklopil, um dem Bösen, das in ihr wohnt, ein Gesicht zu geben und es von sich selbst abzuspalten. Sie benötigt die Bilder von Kellerverliesen, um nicht auf die vielen Wohnungen und Vorgärten sehen zu müssen, in denen die Gewalt ihr spießiges, bürgerliches Antlitz zeigt. Sie benutzt die Opfer spektakulärer Fälle wie mich, um sich der Verantwortung für die vielen namenlosen Opfer der alltäglichen Verbrechen zu entledigen, denen man nicht hilft - selbst wenn sie um Hilfe bitten.
Verbrechen wie jenes, das an mir begangen wurde, bilden das grelle, schwarzweiße Gerüst für die Kategorien von Gut und Böse, an dem sich die Gesellschaft aufrecht hält. Der Täter muss eine Bestie sein, damit man selbst auf der guten Seite stehen bleiben kann. Man muss sein Verbrechen ausschmücken mit Sado-Maso-Phantasien und wilden Orgien, bis es so weit entrückt ist, dass es mit dem eigenen Leben nichts mehr zu tun hat.
Und das Opfer muss gebrochen sein und es auch bleiben, damit die Externalisierung des Bösen funktioniert. Ein Opfer, das diese Rollen nicht annimmt, personifiziert den Widerspruch in der Gesellschaft. Man will das nicht sehen. Man müsste sich mit sich selbst beschäftigen.
Deshalb löse ich in manchen Menschen unbewusst Aggressionen aus. Vielleicht, weil die Tat und alles, was mir zugestoßen ist, Aggressionen auslösen. Da ich die Einzige bin, die nach dem Selbstmord des Täters greifbar ist, treffen sie mich. Besonders heftig, wenn ich die Gesellschaft zum Hinsehen bewegen will. Dass der Täter, der mich entführt hat, auch ein Mensch war. Einer, der mitten unter ihnen gelebt hat. Wer anonym in Internetpostings reagieren kann, lädt seinen Hass direkt auf mir ab. Es ist der Selbsthass einer Gesellschaft, die auf sich selbst zurückgeworfen wird und sich fragen lassen muss, warum sie so etwas zulässt. Warum Menschen mitten unter uns so entgleiten können, ohne dass es jemand merkt. Über acht Jahre lang. Jene, die mir bei Interviews und Veranstaltungen gegenüberstehen, gehen subtiler vor: Sie machen mich - der einzigen Person, die die Gefangenschaft erlebt hat - mit einem kleinen Wort zum zweiten Mal zum Opfer. Sie sagen nur "Stockholm-Syndrom".
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:51 pm

Und so beweist sie uns, die aussen stehen in welche Schublade wir sie stecken oder die Ärzte und Psychologen sie stecken wollen.
Sie bekommt einfach ein "Stockholm-Syndrom" als Stempel in einer Akte und wird beiseite gelegt, aber was wirklich in ihr verborgen ist muss sie allein mit sich allein aus machen Sad
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:54 pm



Ich finde er erstaunlich wie treffend sie ihre situation und unsere Gesellschaft beschreibt.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:56 pm

Ja das stimmt, aber sie sagte ja auch sie habe es mit jemand ausgearbeitet um dieses Buch auch wirklich Markttauglich zu machen, da es sonst nur daher geschrieben gewesen wäre.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 10:58 pm



Ne dieser Zitat ist von ihr. Stammt nicht aus dem Buch.

Ja zwei Autoren haben da glaub ich dran geschrieben.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 11:01 pm

Ja irgndwie so war das, aber es kommt gut an und jeder der es wissen will kann es lesen, oder wie sie es gesagt hat: Mann kann ihre Geschichte aufschlagen und anfangen und auch wieder zu machen und liegenlassen, aber sie hat damit alles erklärt und möchte nie wieder sich drüber äussern.
Fand ich sehrschön diesen Satz und die Redakteure hatten dann auch nix mehr zu melden Wink
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   So Sep 12, 2010 11:11 pm



Ja stimmt der Satz ist auch wirklich gut. Ich denke mit dem Buch hat sie eher ruhe als ohne denn so kann jeder dem es interessiert es öesen und wer nicht, der nicht.

Die neugier ist befriedigt....... uns so könnnen die leuten abschließen
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franzi

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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Mo Sep 13, 2010 1:15 am

ich kann mir nicht vorstelen das sie das selber so formuliert hat.
aber ne ansicht die man sicht echt durch den kopf gehen lassen sollte.
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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Mo Sep 13, 2010 5:42 am

Doch franzi hat sie gesagt, war ja im Fernsehen ausgestrahlt worden und nur einer durfte Fragen stellen, alle anderen Anwesenden Zeitungen und Fernsehsender durften nur zum Schluss Fragen stellen.
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bella0281

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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Mo Nov 29, 2010 9:06 am

Ich habe diese Horrorgeschichte natürlich auch, wie alle im TV verfolgt.
Ich sehe es sehr kritisch das dazu 2 Bücher veröffentlicht wurden.
Sowohl das von Natascha als auch das ihrer Mutter.
Es ist furchtbar was passiert ist und ich denke das sie das wohl nie richtig aufarbeiten können wird, was natürlich auch für die Familie gilt.
Was sie brauchen ist viel Zeit und eine Therapie die mit viel Ruhe gemacht werden sollte und ganz gewiss keinen Medienrummel.
Ich habe so meine Zweifel ob das Buch auf Nataschas Motivation hin entstanden ist
oder durch Druck von außen.
Und ehrlichgesagt bin ich überzeugt das sie regelrecht dazu genötigt wurde. Denn wie ihr ja schon gechrieben habt, das Interesse der Leute...
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Jenny32



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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Di Mai 28, 2013 11:50 pm

Ich glaube, es war für sie ganz gut, dass man solche Erfahrungen niederschreibt und so auch verarbeitet - ob man es jetzt auf den Markt hätte bringen müssen - ich weiß nicht. Allerdings ist das natürlich ihre Entscheidung und wenn sie sich damit wohl fühlt, dann finde ich das ok. UNd vielleicht hilft es ja anderen, die gleiches durchmachen mussten...
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Sunny85



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BeitragThema: Re: 3096 Tage von Natascha Kampusch   Di März 25, 2014 12:53 am

bei dieser Geschichte bin ich mir insgesamt nicht sicher ob das alles so stimmt. Es gibt für mich so viele Ungereimtheiten. Aber wissen kann es nur sie selbst. Ich habe das Buch auch zu Hause, habe angefangen es zu lesen, kam aber noch nicht so weit. Es liest sich für mich recht schwer.
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